San Gil – la ciudad del turimso aventura :) Oder: da wo man die ganzen krassen Sachen macht!

Angetrieben durch meine durchaus abenteuerfreudige Mitfreiwillige Laura  haben wir uns also zusammen mit Dani auf den Weg ins Departamento Santander nach San Gil, in die Abenteuerstadt, gemacht. Diesmal Abfahrt vom Terminal de Transporte, was erstaunlicherweise einfach wie ein sehr gut organisierter Bahnhof mit Zielen im ganzen Land aussieht – nur halt mit Bussen. Ziemlich praktisch. Nach gut sieben Stunden Fahrt kamen wir also endlich in San Gil an.

Lachflash beim "Pizza" essen... man beachte das "Besteck"

Das Macondo Hostel, wo wir waren, ist super praktisch,  da man direkt von dort aus sämtliche Aktivitäten buchen kann.  Also worauf noch warten? Nach einem bestärkenden Gepräch mit  zwei  jungen Backpackern,  ein Amerikaner und ein Schweden, waren wir doch tatsächlich entschlossen uns nicht wie geplant für Rafting Stufe 2-3, sondern auf jeden Fall für Stufe 4-5 für den Río Suárez anzumelden.

ausgiebige Diskussion über anatomische Abartigkeiten von Knien^^

Als wir uns am nächsten Morgen inmitten einer Gruppe von Männern – nicht schmächtig – wiedergefunden haben,  dachten wir doch erst wir hätten uns absolut falsch entschieden. Die Horrorgeschichten eines Typen im Bus über Stufe 5 Flüsse haben das Ganze nicht besser gemacht… Ein bisschen nervös waren wir dann schon. Aaaaber völlig zu Unrecht! Das war nämlich letztendlich einfach der Hammer!!! Gut, man will nicht wissen, was passiert wäre, wenn man an heftigen Stellen ins Wasser gefallen wäre. Aber nachdem das nicht passiert ist, wars einfach nur mega hammer cool!! Gerne wieder ;)

am Fluss, der eigentlich ganz harmlos aussah ;)

Vom Adrenalin noch lange nicht genug, haben wir dann auch den nächsten Tag voll ausgeplant. Erst gings los in die Cueva de la Vaca, eine Höhle, in der man geführte Touren machen kann.  Dabei geht es aber nicht darum, einfach gemütlich durch zu wandern.  Das ist wirklich zum Teil anstrengend. Schmale Gänge durchkriechen, Tunnel durchtauchen, an Stellen mit sehr niedriger Decke durch Wasser krabbeln, usw. Die Lustigste Stelle war allerdings der cuarto del barro, also Schlammraum. Echt schwer, nicht dauernd weg zu rutschen – der macht seinem Namen alle Ehre! Aber, das könnt ihr ja selbst sehen ;)

im Gringo Mikes, beim Frühstück

Mit einigen Schrammen am ganzen Körper gabs dann am Ende erstmal eine Dusche und Kaffee, bevor uns ein Bus geholt hat, direkt zum Paragliding. Unsere Bekannten, der Ami und der Schwede (hier können sie auch einmal Namen bekommen: Bobby und Johan), waren auch mit dabei. Angekommen haben wir erst einmal einen super Ausblick genießen können, was echt Vorfreude aufs Paragliding gemacht hat. Wir hatten sogar super Glück: Von den drei Paraglidern, mit denen man fliegen konnte, haben wir den erwischt, der auf Weltcup Niveau in Sachen Luftakrobatik fliegt und eigentlich die meiste Zeit auf irgendwelchen Wettkämpfen in der ganzen Welt anzufinden ist. Dementsprechend akrobatisch war natürlich der Flug! Echt der Wahnsinn, wenn der dann irgendwelche Tricks macht und man eigentlich denkt man hängt jeden Moment im Baum und im gleichen Moment eigentlich schon wieder hoch in der Luft ist! Eine absolut tolle Erfahrung!

wunderbare Aussicht :)

Bobby, Johan, Dani und Laura

Abends haben wir dann noch einen Abstecher in den bekannten parque el gallineral gemacht, der allerdings noch komplett weihnachtlich dekoriert war, was einfach befremdlich war bei der Wärme.

Anschließend hat sich die ganze Rafting Truppe vom Vortag in Sam’s Pub getroffen. So witzige Leute, unter anderem Drummer und Roadie von For Today, die sich als absolut streng christliche Metal Band entpuppt hat, sowie lustige Mexicaner, eine Deutsch, ein Holländer und natürlich Bobby und Johan. Lustiger Abend…^^

Unseren letzten Morgen wollten wir dann eher dem Relaxen widmen und sind zur pozo azul gefahren. Schöner Fleck, solang nicht viele Leute da sind. Leider kam auf dem Rückweg einige Zeit lang kein Taxi vorbei, weshalb wir ein ganzen Stück zu Fuß die Straße entlang gelaufen sind, bevor das rettende Gelb vorbei gefahren ist ;)

irgendwo in San Gil ;)

Also abschließend kann ich sagen, dass das Wochenende der absolute Wahsinn war!  Hat einfach super viel Spaß gemacht und ist vor allem hier in Kolumbien echt nicht teuer, was Aktivitäten usw betrifft.

Jetzt geht’s auf Zwischenseminar und dann wieder ab auf die Arbeit – die Ferien sind rum! ;)

Liebe Grüße an alle,

Sarah

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Las islas Galápagos :)

Nachdem man mich jetzt schon so oft nach Bildern gefragt hat und weil ichs auch einfach mal zeigen will, gibts hier jetzt was über unseren Urlaub auf den Galápagos Inseln :)

Direkt nach der Novene und den Weihnachtsfeierlichkeiten (war übrigens echt schön mit den Schwestern: Plätzchen, Christstollen und für den 25. zum Mittagessen Klös und Blaukraut!!) gings für uns direkt ab zum Flughafen.
Bis wir allerdings auf San Cristóbal angekommen sind, hatten wir noch einige Zeit vor uns. Erster Flug ging bis nach Quito, wo wir die Nacht verbringen mussten. Keine schöne Sache, wenn man bedenkt, dass der Flughafen weder Schließfächer, noch Straßenpenner-freie Zonen zu bieten hat. Dementsprechend schnell war dann auch mein Handy weg…               Am nächsten Morgen gings dann weiter nach Guayaquil und von dort aus schlussendlich auf die Insel San Cristóbal zu Sophia und Niklas :)

Ich halte mich mit dem Schreiben einfach ein bisschen zurück, ich habe nämlich viele Bilder, weil ich mich nicht entscheiden konnte ;)

Die Strände dort sind total schön und es ist einfach genial, wenn man zusammen mit einer Horde Robben am Meer chillt :)

Das hier ist Pepe, eine zahme Schildkröte, die absolut keine Berühungsängste hat          . Und man muss wirklich sagen, Pepe ist einfach cool!

Sunshine, Sunshine Reggae… don’t worry, don’t hurry…take it easy ;)                                    Die liegen einfach überall rum!

Das ist Kicker Rock, zu dem wir einen Schnorchel-Ausflug gemacht haben. Der Felsen liegt mitten im Meer und direkt dort teilen sich zwei Meeresströmungen, weshalb man da besonders viele Tiere sehen kann. Und das ist wirklich wahnsinn! Natürlich gibt es wie überall Robben und Schildkröten, die mit einem schwimmen, aber auch Rochen, Seesterne, Korallen und Fische aller Art tummeln sich dort. Das absolute Highlight waren aber ein Hammerhai und eine Gruppe Galapagoshaie!!

Wie ich schon sagte… wirklich überall! ;)

Da wir ja auch Silvester auf der Insel gefeiert haben, gibt es auch hierzu einige Bilder. Hier sieht man Puppen, die zu Silvester von jedem gebastelt werden. Diese stellen etweder Zeichentrickfiguren oder traditonell Familienmitglieder dar. Auf Plakate wir dann geschrieben, was die betreffende Person im letzten Jahr so alles angestellt hat. Um zwölf werden alle Puppen verbrannt.

Zum Dank, dass man die Puppen angeschaut habt, gibt es oftmals für jeden einen Schnaps. Natürlich auch für uns, auch wenn wir feststellen mussten, dass aus dem einzigen Schnapsglas vor uns schon geschätzte 50 Leute getrunken haben…

Ein Teil der Chaotentruppe, mit der wir Silvester gefeiert haben. War wirklich ein super Abend, auch wenn uns manchmal ein bisschen mehr Abwechslung zu Salsa und Merengue ganz recht gewesen wäre ;) Die Einheimischen tanzen übrigens durchaus bis zum nächsten Morgen um 10 durch…

…um dann direkt am Strand auszunüchtern :D

Schilliiiieees!! :)

Abschlussbild am Flughafen: Niklas, ich, Sophia und Laura

Wir haben wirklich einige wunderschöne Tage erlebt. Man kann wirklich sagen, es ist ein kleines Paradies, was es so nicht überall auf der Welt gibt. Absolut empfehlenswert! ;)          Und ein Hoch auf AeroGal! ;)

Allerliebste Grüße in die Heimat und euch allen noch ein frohes, neues Jahr 2012!

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Über die Weihnachtsnovene und was das überhaupt ist :)

So bevor ich wieder keine Zeit finde, möchte ich schnell mal ein bisschen was über die sogenannte Novene erzählen, die man hier in Kolumbien feiert.

Das Ganze zieht sich vom 16. bis 24.12. hin und bisher konnte man mir kein weiteres Land nennen, in dem das auch gemacht wird. Ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren ;)

Auch uns hat man kräftig mit eingespannt und dementsprechend vollgepackt waren die letzten Tage.

Die eigentliche Novene, die FISDECO organisiert findet nachmittags in mehreren Vierteln statt. Überall kommen mind. 100 Kinder, zum Teil bis zu 270. Viele der Mitarbeiter hier helfen wie jedes Jahr mit, denn ohne genügend Freiwillige lässt sich das Ganze natürlich nicht realisieren.

Die Novene besteht darin, sich jeden Tag bewusst mit den Kindern auf Weihnachten vorzubereiten. Dazu wird ein Bibeltext gelesen und besprochen, man singt, betet, spielt und bastelt jeden Tag etwas, was die Kinder mit nach Hause nehmen. Ist ne klasse Sache, aber manchmal auch anstrengend, da manchmal (wie bei uns in Santa Cruz) der Platz für solche großen Kinderscharen eigentlich zu klein ist ;)


Im Rahmen der Novene machen einige Mitarbeiter vormittags Hausbesuche in einigen barrios, um Werbung für die Novene zu machen, über die Angebote von Fisdeco zu informieren, aber natürlich auch um in besonders schlimmen Fällen entsprechende Hilfen in die Wege zu leiten.
Auch wir konnten dieses Jahr mit zu den Hausbesuchen. Ist sehr interessant, aber natürlich muss man nicht selten erstmal schlucken, was man da so sieht und an Schicksalen mitbekommt. Ich glaube allerdings, dass es eine sehr wichtige Erfahrung für uns ist.
Wie schon einmal erwähnt, ist die gerade Situation vieler Familien ganz oben am Berg durch den vielen Regen im Winter verheerend. Der Boden unter vielen Hütten hält dem vielen Wasser nicht stand, Hütten rutschen ab, zerstören auf ihrem Weg nach unten Weitere. Einge betroffene Familien sind in Programmen von Fisdeco und deren Lebenssituation jetzt ist unvorstellbar.
Hier sind noch einige Bilder aus den Vierteln Santa Cruz und San Joaquin. Die Häuser hier sind immerhin zum Großteil einigermaßen stabil und aus Stein, was jedoch nicht bedeutet, dass die Lebenssituation in den Häusern gut ist. Die schwarzen Pfähle auf manchen Bildern sind Abgrenzungen. Dort stand vor Kurzem noch eine Hütte, die den Regen nicht überstanden hat. Das Distrito gibt den ehemaligen Besitzern eine kleine Summe für das Grundstück, das jetzt nicht weiter bewohnbar ist und deshalb abgetrennt wird. Viele können sich von dieser Summe allerdings kein neues Grundstück leisten.

Santa Cruz

San Joaquin

Blick über Bogotá

So das war mal ein kleiner Einblick in das, was ich die letzten Tage so gemacht habe.

…Uns weil es so kurz vor Weihnachten ist, oberkitsch-Grüße aus Kolumbien ;)

Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Beschluss!

Sarah

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Besuch in der fundación “camino de la esperanza” in Villavicencio

Unser geplanter Wochenendbesuch in einem anderen Projekt in Villavicencio, wurde, als es soweit war, dann spontan auf vier Tage im heißen Land erweitert und so sind wir schon Donnerstag statt Samstag ins Tiefland aufgebrochen.

Eigentlich wollten wir mit dem Bus fahren, doch als sich die Möglichkeit ergeben hatte mit Padre Henry im Auto zu fahren, haben wir uns natürlich dafür entschieden.                          Dieser war von Villavicencio nach Bogotá gefahren, um dort Joschka vom Flughafen abzuholen. Joschka ist ein Student, der nun für einen Monat in der fundación dort arbeiten wird. Da die Stiftung „Weg der Hoffung“ in seiner eigentlichen Heimatstadt ansässig ist, hat sich das gut angeboten.

Jedenfalls wurden wir Donnerstag Abend um halb sieben, wie verabredet in Bogotá abgeholt, nichts ahnend, dass sich die eigentlich 2 Stunden Fahrt doch um einiges länger hinziehen würde. Nach zwei geflickten Reifen, einem guten Abendessen unterwegs, einem leider geschlossenen Tunnel und dem daraus resultierendem Umweg über die vía antígua (ich bin in meinem Leben auf keiner schlimmeren und kaputteren Straße gefahren!!!) sind wir schlussendlich um ein Uhr morgens angekommen ;)

Laura und mich hat man erstmal bei freundlichen Nonnen einquartiert, war an sich alles toll, bis auf mein knüppelhartes Bett (und ich bin wirklich nicht empfindlich) und die Tatsache, dass die Toilette nur durch einen Vorhang vom Zimmer getrennt war… wir haben die Flurtoilette benutzt ;)

Die nächsten zwei Tage waren vollgepackt mit Besuchen in sämtlichen Einrichtungen des Projektes: Kindergärten, Arbeit mit behinderten Jugendlichen, einer Schule, Internat,…

Joschka und Laura

Tanzaufführung

Zudem hatten wir die Möglichkeit in die wirklich armen Viertel Villavicencios zu fahren und dort auch Hütten von innen anzusehen.

Wäsche waschen im Fluss

zwei Kinder der fundación in ihrem Zuhause

Eine Woche, nachdem wir wieder in Bogotá waren, haben wir in den Nachrichten gehört, dass einige dieser Viertel durch die starken Regenfälle im Winter sehr stark betroffen sind.

Ein kleiner Einschub:                                                                                                                      Auch in Bogotá macht der viele Regen im Winter vielen Menschen sehr zu schaffen. Nicht wenige der kleinen Hütten am Berg sind durch den Regen abgerutscht oder anderweitig völlig zerstört. Selbst Stadtteile im Westen Bogotás stehen zur Zeit völlig unter Wasser. Aber gerade die Menschen, die nur kleine Hütten besitzen, können sich vor den Wassermengen kaum schützen und sind jetzt völlig ohne Dach über dem Kopf. Auch einige Familien, die von Fisdeco betreut werden, sind betroffen…

Zurück zu Villavicencio:                                                                                                                 Sonntag sind wir dann weiter nach Restrepo gefahren, einem kleinen Ort in der Nähe von Villao, wo das Projekt ein Internat hat. Dort haben wir auch geschlafen. Auf dem Weg dorthin haben wir am Straßenrand Ananas gekauft… ich glaube das war ernsthaft die beste Ananas meines Lebens! Soooo lecker, dass selbst Laura sie super fand ;)                         (Zitat: „Wenn ich meinen Eltern erzähl, dass ich hier Ananas und noch andere Früchte ess, denken die ja, ich hab sie 20 Jahre lang verarscht!“)

Teil des Grundstücks des Internats

Mandarinen - direkt vom Baum :)

Am mirador - Blick über den "Llano" mit Padre Henry, Joschka und zwei Jugendlichen aus dem Internat

…Wieso wir hier so hohl lachen??

….Weil eine der Nonnen mit uns zu einem Wassfall gegangen ist, ihren Schleier abgesetzt hat und einfach mal mit kompletter Nonnenkleidung unter den Wasserfall gehüpft ist! “Aaay, que fresco!!”

Zum Schluss bleibt zu sagen: Wir haben wirklich viel erlebt und gesehen und unheimlich nette Menschen kennen gelernt! Bilder sind besser, als jede Beschreibung meinerseits und geben wohl am besten einige unserer Eindrücke wider. Deswegen lass ichs jetzt mit dem Schreiben ;) Das Projekt ist eine klasse Sache und wirklich toll! Außerdem hat uns hat die Wärme dort auch mal gut getan. Die Moskitostiche hätten allerdings nicht sein müssen… Villavicencio ist ein toller Ort und der Weg dorthin ist auch wunderschön und nicht lange, man fährt einfach mitten durch die Anden nach unten ins Tiefland! Ich glaube, die Chancen, dass wir wiederkommen, stehen echt gut! ;)

Das wars von mir, liebe Grüße                                                                                                           Sarah

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Unser Kurzurlaub in Villa de Leyva :)

Es wird höchste Zeit, dass ich mal was über unseren viertägigen Kurzurlaub in Villa de Leyva schreibe!                                                                                                                                     Mit dabei waren Laura, Dani und Wiebke, eine weitere Freiwillige aus Bogotá, dir wir erst bei der Abfahrt kennen gelernt hatten. Wir sind aber wunderbar miteinander ausgekommen und hatten alle ein paar wundertolle Tage dort.                                             Villa de Leyva ist ein wunderschönes, kleines Kolonialstädtchen und liegt mit dem Bus etwa drei Stunden von Bogotá entfernt.                                                                                         Am letzen Samstag (12.11.) Morgen (wirklich sehr früher Morgen – um fünf haben Laura und ich das Haus verlassen) mussten wir zunächst mal den langen Weg vom Süden in den Norden antreten, denn dort fahren die Busse ab. Die Fahrt mit dem Transmilenio zum Portal Norte war reiner Horror! Samstag um diese Zeit ist es nämlich absolut nicht empfehlenswert Transmilenio zu fahren!! Die Bogotaner kennen halt auch absolut keinen Grenzen, wenn es darum geht, in den Bus zu kommen. Da wird gedrängelt, gestoßen, sich geschlagen, was da Zeug hält, nur damit man schnellstmöglich rein kommt. An Dreistigkeit wirklich nicht zu überbieten! Sowas sieht man in Deutschland nirgends!                                In den dritten Bus konnten wir uns mit unseren großen Rucksäcken schließlich zwängen und hatten eine Stunde Fahrt auf wirklich geringstem Raum vor uns. Laura hat die Fahrt nicht so gut verkraftet und war körperlich erst mal voll am Ende, als wir angekommen waren. Kann man ihr keinen Vorwurf machen, mit Rucksack eingezwängt und sehr schlechte Luft im Bus, da kann einem schon schnell schwindelig werden.                                                                                                                                                   Dagegen war die Weiterfahrt nach Villa de Leyva umso angenehmer ;)

Dort angekommen waren wir erst mal angenehm überrascht von unserer Unterkunft, denn sie war einfach mal lila und pink!

       

Den ersten Tag haben wir damit verbracht, den Ort ein bisschen auszukundschaften. Nachdem wir auf der Suche nach einer angeblichen Therme (erfolglos!) von einem heftigen Regenschauer überrascht worden sind, haben wir uns an einem Haus untergestellt.        Keine zwei Minuten später wurden wir von den Besitzern auf deren Terrasse eingeladen, bis der Regen vorbei war. Ganz selbstverständlich hat man uns dann Kaffee und Limo angeboten, war wirklich sehr amüsant. Die Kolumbianer sind einfach unheimlich gastfreundlich!

Ein besonderer Höhepunkt am ersten Tag sollte auch der Besuch des kleinen Weinstübchens von einem Deutschen werden. Laut den Schwestern gäbe es dort sehr guten Wein und was noch besser wäre: Deutsche Brotzeit! Voller Vorfreude sind wir dann also zu dem netten, kleinen Lokal spaziert. Kaum fünf Sekunden durch die Tür ist unsere Stimmung allerdings ganz schnell gekippt! Der angeblich so nette Deutsche hat sich nämlich als ein schon ziemlich besoffener Berliner älteren Semesters raus gestellt! Dementsprechend unangenehm war es auch, sich mit ihm zu unterhalten (von Begrüßungs-Bussis mal ganz zu schweigen) und eigentlich wollten wir nur schnellstmöglich wieder weg. Hat allerdings seine Zeit gedauert ihn abzuwimmeln und ihm möglichst freundlich zu sagen, dass man wann anders wieder kommt.                       Der Typ war uns, man kann es nicht anders sagen, wirklich sehr suspekt… DER Reinfall des Wochenendes!!

Am nächsten Tag haben wir uns dann auf gemacht, auch mal was anzuschauen! Erst sind wir zu den sogenannten Pozos azules gelaufen, kleine, sehr blaue Lagunen und danach ging es zur Casa de Barro, einem komplett aus Lehm gebauten Haus. Das war so was von genial!

Pozos azules

Laura und Wiebke :)

Vor der Casa de Barro :)

      

Unsere zweite Wanderung am Montag war allerdings nicht ganz so erfolgreich.                   In der Nähe von Villa de Leyva gibt es in einem Nationalpark eine wunderschöne, herzförmige Lagune. Da wollten wir hin! In der Touri-Info hat man uns dann gesagt, dass es einen Bus gibt, der früh um sieben (!!) zu eben diesem Park fährt und nachmittags wieder zurück kommt. Von der Bushaltestelle wäre es dann noch etwa eine Stunde Laufen bis zum Park. Gesagt, getan!

Als wir dann letztendlich im Park angekommen waren, wurde uns (natürlich nachdem wie bezahlt hatten) gesagt, dass man jetzt noch etwa vier Stunden zur Laguna aufsteigen müsste… Mal davon abgesehen, dass das eine echt lange Strecke ist, hat man als Tourist nicht mal genügend Zeit dazu, da man ja wieder pünktlich am Bus sein muss. Ein Hoch auf die Olle aus der Touristen-Info!!! Dass die Kolumbianer es manchmal nicht so mit der Logik haben, wird uns immer wieder aufs Neue bewiesen…                                              Gleich wieder gehen wollten wir aber auch nicht, und so sind wir eben ein bisschen gewandert. Laura und Dani  sogar mehr als ein bisschen, die hatten nämlich ein Tempo drauf, für das Wiebke und ich irgendwie etwas zu langsam waren.

Auf dem Weg zum Nationalpark :)

Nach zwei Stunden hatten Wiebke und ich keine Lust mehr, uns die Berge im Anden-Dschungel hoch zu quälen und während die anderen beiden fleißig weiter bergauf gestiefelt sind, sind wir bequem nach unten gelaufen und waren danach hier:

Nur soviel: Die anderen waren kurz vor der Lagune wegen eines Gewitters gezwungen umzudrehen und kamen völlig durchnässt unten an, wo Wiebke und ich schon seit gut zwei Stunden gesessen haben und uns auch so einen schönen Tag gemacht haben ;)

Unsere Abendessen bestanden auch immer aus Nudeln oder Pizza, man muss schließlich nachholen, was man so nicht bekommt ;)

Der Tag, an dem wir Heim gefahren sind, war so was von sonnig und warm, wunderschön! Kaum, dass wir in Bogotá waren, war der Himmel natürlich grau und alles war regnerisch. Wirklich nicht schön…

Bevor ich jetzt noch viel mehr erzähle:                                                                                      Hier sind jetzt noch ein paar Eindrücke von Villa de Leyva, hat uns sehr gefallen!

     

Mein persönliches Highlight: Unsere Strumpfhosen-Freunde!

Zum Schluss was zum Schätzen: Wie viele Bohnen befinden sich in diesem Auto? …

...das ist Bogotá ;)

Liebe Grüße in die Heimat!

Sarah :)

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“Na aber es gibt doch zwei Deutschlands!!” – Ihr netter Taxifahrer von nebenan!

So, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen mal wieder was zu schreiben. Sind ja doch einige Tage vergangen seit dem letzten Mal und dementsprechend gibt’s auch Einiges zu berichten ;)

Ich fang am Besten von vorne an, nämlich Halloween. Gleich vorweg: Furchtbar!                 Die feiern das hier halt wirklich auch nach Ami-Manier, alle verkleiden sich so, wie sie gerade lustig sind und mit Halloween, wie wir es in Deutschland kennen, hat das hier wenig zu tun. Erinnert echt eher an Fasching. Für die Kinder natürlich eine riesen Gaudi. Man tarnt die ganze Feierei übrigens auch gerne, indem man den 31. auch als „día de los niños“ bezeichnet, um so Aktivitäten mit den Kindern in den Schulen machen zu können. An sich eine tolle Sache und erheblich sinnvoller als der ganze Halloween Rest.

Auch bei uns im Colegio wurde dieser Tag gefeiert. Alle Lehrerinnen haben sich verkleidet und mit ihren Klassen eine kleine Präsentation vorbereitet. Natürlich wurden auch wir mit eingeplant und so hat man irgendwann beschlossen, wir sollen doch bitte mit zwei weiteren Lehrerinnen eine Zaubershow auf die Beine stellen. Hat uns im ersten Moment schon etwas überfordert, da wir weder super Tricks auf Lager haben, noch Lust hatten uns welche anzueignen. Schließlich hat man uns Tricks vorgeschlagen, was uns jedoch erst mal seeeehr ins Zweifeln gebracht hat. Die waren nämlich so billig (unter anderem ein selbstgebastelter Hut mit deutlich sichtbarem doppeltem Boden, aus dem Laura dann magischerweise siffige Stofftiere gezogen hat), dass wir uns sicher waren, dass das Ganze der größte Reinfall wird, vor allem bei den Kindern ab der 3. Klasse…                                    Zu unserer Überraschung mussten wir allerdings feststellen, dass alle Kinder jeder Altersstufe absolut fasziniert waren. Das hat uns mal wieder klar gemacht, wie einfach diese Kinder doch zu begeistern sind, weil sie so was einfach nie zu sehen bekommen.  Hätte in Deutschland mit diesen Tricks niemals funktioniert!

Beim Basteln für die Zaubershow ;)

Am Abend haben wir uns dann Richtung Norden aufgemacht, um Dani zu besuchen.       Plan war bei ihr zu übernachten und am Abend noch bisschen raus zu gehen.

Die Taxifahrt zu ihrer Wohnung war auch mehr als amüsant. Feststellung 1 des Taxifahrers: ” Na es gibt doch zwei Deutschlands!“ Schlossfolgerung und Festellung 2: „Angela Merkel kommt aus dem Osten, ist Kommunistin und weil sie doch Bundeskanzlerin ist, muss Deutschland kommunistisch sein!“ Netter Mann, wirklich :D

Wir sind dann mit der Dani erst mal eine richtig gute Pizza essen gegangen, was Laura und mich so was von glücklich gemacht hat ;) Der anschließende Plan hier und da noch was zu trinken wurde aber schon beim ersten Cocktail zunichte gemacht, da man mir auch einfach blanken Tequila mit Eis verabreicht hat..                                                                                  War aber letztendlich dann noch ein schöner Abend. Die Nacht war für uns auch wunderbar, Dani wohnt nämlich wunderschön (Blick über die ganze Stadt) und für uns, die wir im armen und lauten Süden wohnen, fast ein bisschen wie Urlaub – vor allem konnten wir mal ausschlafen, weil es einfach ruhig war…Luxus!!

Nächsten Abend waren wir dann auf eine Halloween Party einer Lehrerin, Liliana, eingeladen. Wir haben uns dann irgendwie auch ein Kostüm zusammengebastelt, da man bitte verkleidet kommen sollte (Bilder folgen noch!). Alles, um dort feststellen zu müssen, dass eigentlich kaum wer verkleidet war. Zum Glück waren wir eh nicht so kreativ und daher auch nicht mega verkleidet. Dort gab es dann abwechselnd Karaoke- und Tanzrunden. Solange gesungen wurde war noch alles wunderbar, wir haben zwar kein einziges Lied gekannt, aber was solls. Die Tanzrunden waren allerdings nicht so unser Geschmack. Hier wird grundsätzlich viel Paartanz getanzt und mal davon abgesehen, dass keine von uns Merengue oder Ähnliches tanzen kann (lässt sich mit permanentem Hinterngewackel allerdings gut improvisieren), fanden wir die ständigen Aufforderungen der Männer echt lästig. Man hier  auch so was von entgeistert angeschaut, wenn man einfach Nein sagt. Das ist hier nämlich einfach so: Mann will tanzen, Frau hat zu tanzen! Seh ich aber ehrlich gesagt gar nicht ein!! Leider waren wir als Ausländer halt auch mal wieder die Attraktion des Abends und so wurden wir von einem Typ zum Nächsten zum Tanzen durchgereicht. Weiß gar nicht, wie oft wir uns wieder anhören durften wir schön denn unsere Augen sind und dass wir ja so toll groß sind. Nervt irgendwann nur noch!!

Letzte Woche waren an einem Vormittag einige Mönche zu Besuch in der Schule, um mit den Kindern der 3., 4. und 5. Klassen einige kleine Spiele zu machen. War echt ne tolle Sache, hat viel Spaß gemacht und die Kinder fanden das natürlich super! Die Spiele waren alle in Richtung Teamwork, Vertrauen usw. aufgebaut und für alle war das eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag!

Quinto A mit Profe Caro, Mönch und mir :)

Erwähnenswert ist auch der Tierbesuch, den wir hatten. Vor einiger Zeit hatten wir mal festgestellt, dass eine Maus (wir hatten es zumindest vermutet) unser Mehl angefressen hatte. Die Schwestern haben uns dann Gift gegeben, das haben wir ausgelegt, aber nie sah es so aus, als ob etwas davon gefressen hätte. Als es nach einigen Tagen dann gewaltig das Stinken angefangen hat, war uns klar: Da liegt irgendwo was Totes! Dummerweise halt hinter der Küchenzeile, weshalb Männer aus dem Projekt kommen mussten, um die Schränke raus zu schrauben. Die sind auch fündig geworden. War allerdings dann keine Maus, sondern einfach mal eine eklige, fette Ratte! Nicht lecker, aber hier absolut normal…

Wer bisher alles gelesen hat: Sehr brav und freut mich! Jetzt kommen gleich wundertolle Bilder vom Wochenende!

Dieses Wochenende war ja wieder Puente – Brückentag.                                                          Sonntag haben wir uns mal in den hisorischen Stadtteil Bogotás, La Candelaria, aufgemacht. Vorher haben wir uns ein Haus mit großem Garten von Simon Bolívar angeschaut, wunderschön! Danach haben wir uns auf die Suche nach der Candelaria gemacht und nach einigem Hin und Her (hier ändert man anscheinend dauernd die Straßen- und Hausnummern) wurden wir dann auch fündig. Sieht wirklich nett dort aus, schöne, alte Häuser usw. Der alte Marktplatz hat uns allerdings etwas enttäuscht. An sich ein netter Fleck, nur was da für Leute rum hängen… Lauter Fertige, von denen man sich dann noch irgendwelche Kommentare anhören muss. Da haben wir uns nicht lang aufgehalten…

Laura, Baronin von Münchhausen....

Garten Simon Bolívar

La Candelaria

Mittag gabs dann mal wieder richtig landestypische Kost: Ajiaco. Das ist eine Art Kartoffelsuppe mit Hühnchen, zu der man Reis und Avocado serviert. Einfach und sehr lecker! Auch wenn’s auf dem Bild etwas seltsam aussieht ;)

Montag war super! Wir waren in Naturpark Chicaque zum Wandern. Der Bus dahin ist leider mal wieder so was von unpünktlich losgefahren, dass wir fast schon geärgert haben, aber da steht man drüber. Dort war es jedenfalls wunderschön! Der Park trägt auch den Beinamen Cloud Forest und macht diesem alle Ehre. Man ist wirklich mitten in den Wolken und schaut dementsprechend die meiste Zeit ins Weiße :) Total verrückt! Manchmal lockert es auf und man hat einen wahnnsinns Blick nach unten. Vom Eingang aus steigt man erst mal eine Ganze Weile ab in ein Tal, muss dann halt auch wieder hoch.. Uns hat das richtig gut getan mal wieder raus zu kommen, war zum Teil auch echt anstrengend, aber hat sich wirklich gelohnt!

Diese Woche helfen wir im Ernährungsprogramm mit. Es gibt hier in Kolumbien eine spezielle Zusatznahrung für Kinder, die von Organisationen und Einrichtungen an die Leute verteilt wird. Über das Gewicht und die Größe der Kinder wird regelmäßig Protokoll geführt. Diese Woche werden die ganzen Kinder, die von FISDECO diese Zusatznahrung erhaltten mal wieder gewogen und gemessen, um einen Überblick über die Verteilung zu haben und ob das Ganze den Kindern überhaupt verabreicht wird, usw. Was man da so mitbekommt ist teilweise schon echt hart. Da kommen junge Frauen, viele nicht älter als wir, meistens sogar jünger mit ihren Kindern… kein Schulabschluss, kein bekannter Vater, nichts. Viele haben ihr erstes Kind schon mit 14 bekommen, sind jetzt 20, so alt wie wir, und haben bereits 4 Kinder… Da treffen irgendwie schon Welten aufeinander.

So, das war diesmal viel zu lesen, ich weiß. Bin vorher nur leider wirklich nicht zum Schreiben gekommen!

Übrigens: Das war Bogotá noch um 1850... nett oder ;)

Ich wünsch euch allen was, lasst es euch gut gehen!

Liebe Grüße

Sarah

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Von schicken Nonnenschleiern und unserer peinlichen Flucht vor dem Busfahrer

Dem glückliche Umstand, dass der letzte Montag Brückentag war (día de la raza) verdanken wir es, diesmal wieder ein schönes, mega lustiges und vor allem verlängertes (!!) Wochenende verbracht zu haben.

 Profesión perpetua de la Hna. Yolanda

Samstag Morgen haben wir uns erst mal auf den Weg hoch nach Santa Silvia gemacht, um dort in den Gottesdienst und danach zu Feier zur ewigen Profess von Schwester Yolanda, eine der kolumbianischen Schwestern zu gehen. Die Frage, was man anzieht hatte uns schon Tage vorher beschäftigt, nachdem uns nach einem Gespräch mit den Lehrerinnen klar wurde, dass wir wohl doch nicht so einfach in Jeans da antanzen können. Haben letztendlich ja was passendes gefunden! Die Kirche war sehr schön, das Schulorchester hat den Gottesdienst mitgestaltet und auch so war die ganze Zeremonie sehr emotional und schön!

Mit der glücklichen Ewigen, Hna. Yolanda :)

Danach ging es zum Sektempfang, wo es super leckeren Kuchen gab und wir beim servieren mitgeholfen haben. Das Seltsamste war allerdings, als wir irgendwann feststellen mussten, dass sämtliche der anwesenden jungen Kolumbianer angehende Mönche sind…

Die Top 30 der geladenen Gäste wurden dann noch zum Mittagessen ins Haus der Schwestern eingeladen. Auch da haben wir geholfen, wo es nur ging. Wurde auch sehr amüsant, als es Wodka-O zum Aperitif gab und manch einer gar nicht genug Wodka im O-Saft haben konnte ;)

Highlight des Tages war aber dann, als Laura und ich mit den Schwestern in deren Wohnbereich sollten, um Kaffee zu machen. Die haben die Gelegenheit gleich genutzt, um uns mal kräftig auf den Arm zu nehmen. Ganz ernst haben sie uns erzählt, dass wir, wenn wir in den Wohnbereich wollen, einen Schleier tragen müssen. Wir haben das natürlich voll geglaubt und erst, als sie uns mit dem Schleier wieder runter vor versammelte Mannschaft haben gehen lassen, wurde uns klar, dass irgendwas faul sein muss. Gab natürlich richtig viel Gelächter….zu Recht ! Wobei ich ja finde, der Schleier steht uns wunderbar, wäre ja fast ne Überlegung wert! Haha :D War wirklich ein wunderbarer Tag!

Sonntag wollten wir eigentlich schön gemütlich im Jardín Botánico verbringen, allerdings hat uns da das Wetter dann gehörig einen Strich durch die Rechung gemacht. Kurzentschlossen sind wir einfach mal wieder nach Usaquén gefahren und haben den Nachmittag auf dem Markt und im Einkaufszentrum verbracht – natürlich mit dem fast schon obligatorischen Abstecher zu Crepes&Waffles…ist einfach zu gut, um daran vorbei zu gehen ;)                                                                                                                                             Wir haben übrigens nicht schlecht gestaunt, dass schon alles so schön weihnachtlich dekoriert (!!) war, ist ja schlimmer als in Deutschland!

Nickerchen am frühen Abend, immer wieder gerne ;)

Laguna de Guatavita

Der Montag hat für uns schon früh angefangen, um sieben sind wir aus dem Haus. Unser Ziel: Laguna de Guatavita in der Nähe Bogotás.

Das ist ein Bergsee auf über 3000 m Höhe, der einst durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist und um den sich viele Mythen ranken. Der See war heiliger Ort der Muiscas, einem alten Indianervolk Kolumbiens und ist vor allem wegen des El Dorado Mythos berühmt, einer Zeremonie, die tatsächlich dort stattgefunden haben soll.

„Jeder neue Herrscher der Muisca  brachte bei seinem Amtsantritt ein Opfer für den Sonnengott im Bergsee von Guatavitadar. Nachts wurden Freudenfeuer entzündet, und der nackte Körper des Fürsten wurde mit einer Paste aus Goldstaub überzogen. Zusammen mit vier Höflingen fuhr der Fürst auf einem Floß zur Mitte des Sees. Das Floß war mit vielen verschiedenen Goldgegenständen und Edelsteinen beladen. Die Gefährten opferten diese Gegenstände, indem sie diese ins Wasser warfen. Danach sprang der König in den See, und der Goldstaub auf seinem Körper sank, zusammen mit Smaragden und Gold, welches die Priester als Opfer in den See warfen, auf den Grund“   …Wikipedia hilft ;)

Als Beweis für diese Legende gilt das Goldfloß von Eldorado, das man heute im Goldmuseum in Bogotá ansehen kann.

Es wurden im Laufe der Jahre mehrfach Versuche unternommen, den See abzulassen oder auf den Grund zu Tauchen, auf der Suche nach den Goldstücken. Allerdings blieben viele der Versuche ohne großen Erfolg und es wurde weitaus weniger Gold geborgen, als erwartet. Heute ist Guatavita kolumbianisches Nationalerbe.

Natürlich war es wie immer erst mal eine halbe Odyssee nach Portal Norte zu kommen, von wo aus die Busse nach Guatavita fahren, aber was soll man machen…

Im Ort Guatavita angekommen, haben wir erst mal Bekanntschaft mit dem Sportlehrer Carlos gemacht, ein sehr netter Mann, und versucht einen Bus zu finden, der uns hoch zur Lagune bringt. Hat alles wunderbar geklappt, bis wir im Bus saßen. Eingepfercht (wir Deutsche sind wohl einfach zu groß…) haben wir hinten im Bus eine halbe Abgasvergiftung bekommen. Im Ernst, das kann nicht gesund gewesen sein, was wir da eingeatmet haben… Kaum oben angekommen hats dann natürlich erst mal zu regnen angefangen, aber wir wissen ja, es gibt nur falsche Kleidung ;)                                                                             Irgendwann kam die Sonne auch wieder raus und alles sah gleich gaaaanz anders aus, was mich irgendwann dazu veranlasst hat, zu glauben, wir stünden jetzt vor einem anderen See…

La Laguna de Guatavita... bei Siffwetter!

...wieder Sonne :)

Auf dem Weg zurück mussten wir dann, peinlicherweise aus Geldknappheit (wir mussten ja auch noch wieder zurück nach Bogotá kommen), vor dem Busfahrer flüchten, der uns unbedingt wieder mit runter nehmen wollten, wir uns aber die Fahrt nicht mehr leisten konnten (wäre ja auch ein Schmarrn, wenn man hier überall wo ein Visa Zeichen ist, auch wirklich Geld kriegen würde…) Also sind wir halt frohen Mutes die 7 km Richtung Tal gestapft und irgendwo in der Pampa gelandet. Zum Glück kam dann auch wieder Straße und wir wurden von einem kolumbianischen Pärchen, dass wir oben am See kennen gelernt hatten aufgegabelt. Die haben uns netterweise bis nach La Calera mitgenommen, wo wir für den Rest einen Bus genommen haben.

Irgendwo im Nirgendwo ... mit Pferd!^^

Leider hat der Bus dann nicht Portal Norte gehalten, weshalb wir unsere Pommes-Session bei Corral (Fast-Food Kette) ausfallen lassen mussten und ich jetzt wohl bis Samstag bei Laura Duschbad schnorren muss oder mit Seife statt Duschbad duschen muss…                Das gibt’s nämlich komischerweise nur im riesigen Supermärkten (wie z.B. der beim Portal Norte) und nicht gerade billig. Shampoo ist auch mega teuer! Ich glaub, die duschen hier halt wirklich einfach nur mit Seife…

Tja, Wir haben mal wieder super viel erlebt dieses Wochenende und meistens ist es grad dann, wenn man keinen Plan von nix hat und spontan entscheidet, am lustigsten ;)

Liebe Grüße in die Heimat,                                                                                                          lasst es euch gut gehen! :)

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