San Agustín y el desierto de la tatacoa

Es wird mal wieder Zeit für neue Bilder, deshalb jetzt hier ein Beitrag über unsere letzten beiden Reiseziele :)

San Agustín

San Agustín ist eine der geheimnisvollsten und bedeutendsten archäologischen Fundstätten Südamerikas und seit 1995 auch UNESCO-Weltkulturerbe.  Hier siedelte in vorkolumbianischer Zeit ein bereits hoch entwickeltes indigenes Volk, welches San Agustín und Umgebung für Zeremonien nutzte und genau dort über 300 Statuen aus Lavagestein und Basalt, sowie Grabanlagen hinterlassen hat. Also haben wir uns gesagt: das muss man gesehen haben! Einziger Haken: 12 Std Busfahrt von der Hauptstadt Bogotá – aber was tut man nicht alles, um sich kulturell weiter zu bilden ;) Das Ganze war sehr interessant und die lange Anreisezeit auf jeden Fall wert! Ein paar Eindrücke:

Im Parque Arqueoloógico, wo die meisten der Statuen zu sehen sind

“Der Uhu frisst die Schlange”

Die begabtesten Reiter der Welt auf der Pferdetour zu weiteren Fundstätten ;)

“El Purutal”, Statuen mit noch sichtbaren Farbresten aus Harzen

La Chaquira – in rohe Felsblöcke gemeißelte Figuren

Von San Agustín aus ist auch “El Estrecho” zu erreichen, eine Flußbettverengung des Río Magdalena - längster Fluss Kolumbiens. An dieser Stelle verengt er sich auf nur 2, 20 Meter. Und weils dort so schön ist, waren wir da auch!

Man beachte die Verengung im Hintergrund ;)

Die Tatacoa-Wüste

Unser zweiter Ausflug  hat uns in die Tatacoa-Wüste geführt, die gut sieben Stunden von Bogotá entfernt ist. Eigentlich ist das Ganze auch nur Trockensavanne und keine Wüste, aber trotzdem nicht weniger heiß!  Die Indianer nannten diese Region Tatacoa, was übersetzt Klapperschlange bedeutet. Vor Millionen von Jahren war an dieser Stelle Meer und Sumpfwald und noch heute finden sich dort überall sehr viele versteinerte Überreste von Schildkröten, Kaimanen, Riesengürteltieren oder Riesenfaultieren, die mindestens fünf Millionen Jahre alt sind (man muss nur die Augen offen halten ;) ) Es gibt dort auch jegliches Krabbelzeug, dem man lieber nicht zu nahe kommt – Skorpione, schwarze Witwen, etc.

Wir haben eine Nacht in der Wüste verbracht, in einer mehr als bescheidenen Unterkunft..  Bei unsere anscheinend so überraschenden Ankunft (wir hatten reserviert!) wurde dann auch erst mal das Zimmer “sauber gemacht”…mehr schlecht, als recht, aaaaber wir sind ja nicht überzimperlich und habens überlebt ;)

…Bilder von Innen erspare ich euch ;)

Dafür konnten wir aber am Abend eine Führung durch die dortige Sternwarte machen und den wunderschönen Sternenhimmel genießen, die Bedingungen dort sind ja geradezu perfekt.

Saturn durchs Teleskop :)

Am nächsten Morgen haben wir uns dann schon sehr bald aus dem Bett gequält, um zusammen mit unserem Guide Oswaldo und seinem Mototaxi eine Tour durch die Tatacoa-Wüste zu starten! Die verschiedenen Landschaftsbilder waren jedes Mal aufs Neue beeindruckend!

Besonders schön war dann der Sprung in einen Pool, der einfach mitten in dieser Wüste ist. Super genial, auch wenn das Wasser ruhig einen Tick kälter hätte sein können ;)

Unser Guide bei seinem Mittagsschläfchen…

Den Rest des vergangenen Wochenendes haben wir dann noch bei Dani im geliebten Bogotá zugebracht, da findet man schließlich immer was zu tun ;)

Soo, diese Woche kommen dann auch endlich meine Eltern…da freu ich mich! :)                    Beim nächsten Mal gibts wieder aus dem Colegio – der Projekttag steht vor der Tür!         Ich wünsch euch allen weiterhin eine super Zeit, wo auch immer auf der Welt ihr grad steckt!

Sehr liebe Grüße,

Sarah

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Sieht schöner aus mit Überschrift! ;)

So ihr Lieben, wird mal wieder Zeit was von mir hören zu lassen, ist doch schon ein Weilchen her. Ich habe allerdings die perfekte Ausrede: das kolumbianische Internet hat es mir einfach nicht möglich gemacht, früher was zu schreiben, bzw Bilder hochzuladen.

Jetzt also wieder mal ein kleiner Rückblick über die letzte Zeit.

Ich arbeite nach wie vor in der Schule und nachdem ich meine Arbeit beim letzten Mal schon vorgestellt habe, gibt es nicht sehr viel Neues darüber zu berichten. Macht nach wie vor sehr viel Spaß mit den Kids, wir sind super glücklich hier!

Nur das Wetter könnte besser sein. Im Moment sind wir wieder in den Regenmonaten und die Tage sind nicht selten grau in grau und sehr nass!

Unsere Freizeit muss daher natürlich gut geplant sein und in den letzten Wochen haben wir einige kuriose Dinge erlebt, über die ich hier mal berichten möchte.

Wir haben vor Kurzem zum ersten Mal eine Schießerei hier auf der Straße mitbekommen, direkt vor unserem Haus. Wir sind schon erstmal erschrocken, aber das Polizeiaufgebot, dass innerhalb von fünf Minuten auf der Straße anzutreffen war, hätte manch eine Hollywood Produktion sicherlich in den Schatten gestellt. Ist übirgens auch sehr spannend zu sehen, wie die kolumbianische Polizei das Nachbarhaus völlig auf den Kopf stellt. Was genau da eigentlich passiert war, weiß keiner so recht..

Zum Ausruhen sind wir auch gekommen. Die Tage vor Ostern sind wir zusammen mit Dani auf eine Finca in der Nähe von Villavicencio gefahren. Das Ganze war rückblickend einfach nur suuuper amüsant! Diese sogenannte Finca „Comogénesis“ war nämlich dafür gedacht, mithilfe der Natur seine innere Mitte und sein Gleichgewicht zu finden. Und genau so waren die anderen anwesenden Gäste auch drauf. Die Finca an sich ist wunderschön und baut fast sämtliche Lebensmittel selbst an, unter anderem gibt es auch eine Fischzucht.

An dieser Stelle muss vom Fischmann berichtet werden. Einer der Gäste, der jeden Morgen während des Fischfangs vom Ufer aus beschwörende Handbewegungen in Richtung der Fische gemacht hat…sehr sehr seltsam! Und er war nicht alleine. Da gab es noch seine Frau und Freunde, alle mehr als alternativ gekleidet, die uns den Höhepunkt der ganzen Tage beschert haben. An jenem Freitag wurden wir nämlich zu einer Mond-Zelebration eingeladen. So richtig mit Feuer und ums Feuer tanzen. Ich muss ganz ehrlich sagen, es war reinste Körperbeherrschung dabei nicht in lautes Lachen auszubrechen (man beachte Laura!)! Das ist nämlich wirklich schwer, wenn manche Leute das so furchtbar ernst nehmen!

"tierra mi cuerpo, agua mi sangre, aire mi aliento y fuego mi espíritu...."

Ich kann abschließend dazu sagen, dass diese Finca wunderschön ist und man wirklich sehr gut entspannen kann, aber manche Leute haben einem da wirklich Kopfschütteln bereitet und uns gleichzeitig sehr gut unterhalten ;)

                  

Finde zu dir selbst! ;)

Ein riesen großes Glück hatten wir, als vor zwei Wochen auf der Plaza de Bolívar ein großes gratis Konzert veranstaltet wurde mit MANU CHAO als Höhepunkt =) Also nichts wie hin! Man kann sich das aber jetzt nicht wie auf deutschen Großveranstaltungen vorstellen. Punkt eins: 12 Uhr Einlass. In Deutschland wartet man brav, bis eben um 12 die Türen aufgehen. Aber neeeein, das ist den Kolumbianern viel zu lange. Die rennen einfach um 10.20 Uhr die Absperrungen ein und fluten den Platz, so einfach ist da! Zweitens: von genügend Sicherheitsvorkehrungen und Platz zum Ausweichen nach hinten ganz zu schweigen. Wieder mal eine sehr gute Demonstration der wahnsinnigen Organisationskünste der Kolumbianer, aber man muss sagen, ein wirklich toller Konzerttag. Manu Chao ist hier auch wirklich so bekannt, kein Wunder, dass die verrücktspielen  ;) Ein kleiner Eindruck:

„Die Glocke“ hat uns einen lang ersehnten Wunsch erfüllt: Deutsches Essen! Und noch dazu sehr sehr lecker ;)  Für solche Möglichkeiten lieben wir Bogotá!

Gulasch mit Spätzle!!

Kolumbianische Konstruktionskunst! Hier macht wippen Spaß! :D

An den Berghängen um Bogotá liegt nicht nur der Cerro de Monserrate, den ich bereits vorgestellt habe, es gibt den Cerro de Guadalupe, eine Kapelle mit einer großen Marienstatue, die auf Bogotá herunterblickt. Wir wollten uns das auch mal aus der Nähe betrachten und sind nach oben gefahren. Das Santuario liegt auf etwa 3.200 Metern und die Aussicht über Bogotá ist natürlich Wahnsinn!

Links oben der Monserrate, rechts das kleine Weiße ist die Marienstatue.

Hier noch zwei Bilder von Danis Geburtstag, den wir gebührend gefeiert haben!

So, das wars von meiner Seite, liebe Grüße nach Deutschland!

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Mein Alltag im colegio FISDECO Margarita Madrigal

Da ja irgendwie alle glauben, ich schaff hier nichts (Mama, du bist nicht die Einzige ;) ), werde ich euch jetzt mal ein bisschen zeigen, was ich hier in Kolumbien eigentlich mache und was genau meine Arbeit ist. Außerdem wird es eh mal wieder höchste Zeit für einen Eintrag. Die Zeit verging halt einfach so schnell, dass mir gar nicht bewusst war, dass der letzte Bericht schon so lange her ist.

Seit dem neuen Schuljahr (Anfang Februar) arbeite ich von Montag bis Freitag im Colegio von Fisdeco, wo ich Englisch unterrichte. Das Ganze mache ich jetzt verstärkt mit den Kleineren, also von der ersten bis zur fünften Klasse. Man kann das aber nicht mit dem Englischunterricht in deutschen Grundschulen vergleichen. Die Lehrpläne hier sind für diese Jahrgangsstufen hier anders ausgelegt und beinhalten mehr Lernstoff, als bei uns. Man muss nur ehrlicherweise zugeben, dass sich deutsche Schüler um Einiges leichter mit Englisch tun, als die Kolumbianer. Gerade deshalb ist es gut, schon früh mit dem Unterricht zu beginnen, damit schon bei den Kleinen ein Gefühl dafür aufgebaut wird.

Das Ganze macht mir jedenfalls super viel Spaß und mit Kindern in diesem Alter ist es wirklich toll zu arbeiten. Und nein, ich habe nicht vor später mal Grundschullehrerin zu werden ;)

Ich muss allerdings auch sagen, dass es nicht immer ganz einfach ist. Englisch auf Spanisch zu unterrichten, macht mir inzwischen nichts mehr aus. Was aber manchmal wirklich an die Nerven geht, sind die Klassengrößen. So gibt es Klassenstärken von 43 oder gar 46 Schülern. Da braucht man manchmal schon starke Nerven mit den Kids ;)

Dritte Klasse mit 46 Schülern...

Dritte Klasse mit 46 Schülern...

Das Schöne am Unterrichten in diesen Klassenstufen ist, dass man sehr viel Freiraum für spielerische Aktivitäten hat. Wir singen viel, lesen Geschichten, machen Spiele, usw. Das ist zum Einen für die Kinder schön, da sie nicht stupid Lernstoff eingetrichtert bekommen und auch ich selbst finde es klasse, da ich sehr viel kreativ und ungezwungen arbeiten kann. Das geht natürlich auch nur deshalb so gut, weil ich von den Schwestern freie Hand in der Umsetzung meiner Ideen bekomme, worüber ich sehr dankbar bin!

"Head and shoulders, knees and toes..."

ich bin künstlerisch ja so begabt! ;)

Einige fragen sich vielleicht, was genau Laura im Moment macht. Auch sie arbeitet im Colegio und hat Teile des Sportunterrichts übernommen. Zwei Tage in der Woche ist sie allerdings im Kindergarten und macht dort einige Aktivitäten mit den Kleinen.

Spiele mit den Kindergartenkindern :)

Ich will jetzt noch kurz erklären, wie so ein Tag in der Schule abläuft: Die Kinder kommen so zwischen Viertel und halb 8. Um dreiviertel 8 beginnt der Unterricht, um 10 gibt es eine halbstündige Pause. Der Unterricht endet um kurz vor 1. Einige Kinder gehen dann nach Hause, anderen bleiben bis halb 5 da, also ganztags. Es gibt dann Mittagessen und Pause bis halb 3 und von da an bis zum Schluss machen die Kinder in den Klassen ihre Hausaufgaben.

Pause =)

Mittagessen, Speisesaal 1

In der Zeit, in der ich keinen Unterricht halte, helfe ich entweder im Büro oder bin bei anderen Lehrerinnen in den Klassen und helfe dort aus. Vor allem in den unteren Klassenstufen gibt es oftmals viel zu tun, da sind wir häufig eine Erleichterung für die Lehrerinnen.

Alle Profesoras beim Abschied von Sr. Yolanda, die jetzt ein halbes Jahr in Deutschland verbringt!

Arbeit ist aber zum Glück nicht das ganze Leben, deshalb nutzen wir auch immer schön unsere Wochenende für andere Dinge ;)

mal wieder auf dem Monserrate, diesmal sind wir allerdings hoch gelaufen - Wetter war natürlich wieder schlecht...

schöner Abend! :)

Wir waren übrigens neulich auch auf einer Vorführung des Ballet Nacional Sonia Osoria. War sehr eindruckvoll und unterhaltsam ;) Wer mal rein schauen will: http://www.youtube.com/watch?v=inXW_Ypk06s

Mitbringsel aus Deutschland für uns :)

Gut, ich hoffe ihr wisst jetzt alle ein bisschen besser Bescheid, was die Sarah in Kolumbien so treibt. Lasst euch gesagt sein, ich fühl mich super wohl hier und krieg jetzt schon die Krise, weil ich weiß, dass der Rest des Jahres viel zu schnell vorbei gehen wird…

Liebe Grüße nach Deutschland,

Sarah

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San Gil – la ciudad del turimso aventura :) Oder: da wo man die ganzen krassen Sachen macht!

Angetrieben durch meine durchaus abenteuerfreudige Mitfreiwillige Laura  haben wir uns also zusammen mit Dani auf den Weg ins Departamento Santander nach San Gil, in die Abenteuerstadt, gemacht. Diesmal Abfahrt vom Terminal de Transporte, was erstaunlicherweise einfach wie ein sehr gut organisierter Bahnhof mit Zielen im ganzen Land aussieht – nur halt mit Bussen. Ziemlich praktisch. Nach gut sieben Stunden Fahrt kamen wir also endlich in San Gil an.

Lachflash beim "Pizza" essen... man beachte das "Besteck"

Das Macondo Hostel, wo wir waren, ist super praktisch,  da man direkt von dort aus sämtliche Aktivitäten buchen kann.  Also worauf noch warten? Nach einem bestärkenden Gepräch mit  zwei  jungen Backpackern,  ein Amerikaner und ein Schweden, waren wir doch tatsächlich entschlossen uns nicht wie geplant für Rafting Stufe 2-3, sondern auf jeden Fall für Stufe 4-5 für den Río Suárez anzumelden.

ausgiebige Diskussion über anatomische Abartigkeiten von Knien^^

Als wir uns am nächsten Morgen inmitten einer Gruppe von Männern – nicht schmächtig – wiedergefunden haben,  dachten wir doch erst wir hätten uns absolut falsch entschieden. Die Horrorgeschichten eines Typen im Bus über Stufe 5 Flüsse haben das Ganze nicht besser gemacht… Ein bisschen nervös waren wir dann schon. Aaaaber völlig zu Unrecht! Das war nämlich letztendlich einfach der Hammer!!! Gut, man will nicht wissen, was passiert wäre, wenn man an heftigen Stellen ins Wasser gefallen wäre. Aber nachdem das nicht passiert ist, wars einfach nur mega hammer cool!! Gerne wieder ;)

am Fluss, der eigentlich ganz harmlos aussah ;)

Vom Adrenalin noch lange nicht genug, haben wir dann auch den nächsten Tag voll ausgeplant. Erst gings los in die Cueva de la Vaca, eine Höhle, in der man geführte Touren machen kann.  Dabei geht es aber nicht darum, einfach gemütlich durch zu wandern.  Das ist wirklich zum Teil anstrengend. Schmale Gänge durchkriechen, Tunnel durchtauchen, an Stellen mit sehr niedriger Decke durch Wasser krabbeln, usw. Die Lustigste Stelle war allerdings der cuarto del barro, also Schlammraum. Echt schwer, nicht dauernd weg zu rutschen – der macht seinem Namen alle Ehre! Aber, das könnt ihr ja selbst sehen ;)

im Gringo Mikes, beim Frühstück

Mit einigen Schrammen am ganzen Körper gabs dann am Ende erstmal eine Dusche und Kaffee, bevor uns ein Bus geholt hat, direkt zum Paragliding. Unsere Bekannten, der Ami und der Schwede (hier können sie auch einmal Namen bekommen: Bobby und Johan), waren auch mit dabei. Angekommen haben wir erst einmal einen super Ausblick genießen können, was echt Vorfreude aufs Paragliding gemacht hat. Wir hatten sogar super Glück: Von den drei Paraglidern, mit denen man fliegen konnte, haben wir den erwischt, der auf Weltcup Niveau in Sachen Luftakrobatik fliegt und eigentlich die meiste Zeit auf irgendwelchen Wettkämpfen in der ganzen Welt anzufinden ist. Dementsprechend akrobatisch war natürlich der Flug! Echt der Wahnsinn, wenn der dann irgendwelche Tricks macht und man eigentlich denkt man hängt jeden Moment im Baum und im gleichen Moment eigentlich schon wieder hoch in der Luft ist! Eine absolut tolle Erfahrung!

wunderbare Aussicht :)

Bobby, Johan, Dani und Laura

Abends haben wir dann noch einen Abstecher in den bekannten parque el gallineral gemacht, der allerdings noch komplett weihnachtlich dekoriert war, was einfach befremdlich war bei der Wärme.

Anschließend hat sich die ganze Rafting Truppe vom Vortag in Sam’s Pub getroffen. So witzige Leute, unter anderem Drummer und Roadie von For Today, die sich als absolut streng christliche Metal Band entpuppt hat, sowie lustige Mexicaner, eine Deutsch, ein Holländer und natürlich Bobby und Johan. Lustiger Abend…^^

Unseren letzten Morgen wollten wir dann eher dem Relaxen widmen und sind zur pozo azul gefahren. Schöner Fleck, solang nicht viele Leute da sind. Leider kam auf dem Rückweg einige Zeit lang kein Taxi vorbei, weshalb wir ein ganzen Stück zu Fuß die Straße entlang gelaufen sind, bevor das rettende Gelb vorbei gefahren ist ;)

irgendwo in San Gil ;)

Also abschließend kann ich sagen, dass das Wochenende der absolute Wahsinn war!  Hat einfach super viel Spaß gemacht und ist vor allem hier in Kolumbien echt nicht teuer, was Aktivitäten usw betrifft.

Jetzt geht’s auf Zwischenseminar und dann wieder ab auf die Arbeit – die Ferien sind rum! ;)

Liebe Grüße an alle,

Sarah

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Las islas Galápagos :)

Nachdem man mich jetzt schon so oft nach Bildern gefragt hat und weil ichs auch einfach mal zeigen will, gibts hier jetzt was über unseren Urlaub auf den Galápagos Inseln :)

Direkt nach der Novene und den Weihnachtsfeierlichkeiten (war übrigens echt schön mit den Schwestern: Plätzchen, Christstollen und für den 25. zum Mittagessen Klös und Blaukraut!!) gings für uns direkt ab zum Flughafen.
Bis wir allerdings auf San Cristóbal angekommen sind, hatten wir noch einige Zeit vor uns. Erster Flug ging bis nach Quito, wo wir die Nacht verbringen mussten. Keine schöne Sache, wenn man bedenkt, dass der Flughafen weder Schließfächer, noch Straßenpenner-freie Zonen zu bieten hat. Dementsprechend schnell war dann auch mein Handy weg…               Am nächsten Morgen gings dann weiter nach Guayaquil und von dort aus schlussendlich auf die Insel San Cristóbal zu Sophia und Niklas :)

Ich halte mich mit dem Schreiben einfach ein bisschen zurück, ich habe nämlich viele Bilder, weil ich mich nicht entscheiden konnte ;)

Die Strände dort sind total schön und es ist einfach genial, wenn man zusammen mit einer Horde Robben am Meer chillt :)

Das hier ist Pepe, eine zahme Schildkröte, die absolut keine Berühungsängste hat          . Und man muss wirklich sagen, Pepe ist einfach cool!

Sunshine, Sunshine Reggae… don’t worry, don’t hurry…take it easy ;)                                    Die liegen einfach überall rum!

Das ist Kicker Rock, zu dem wir einen Schnorchel-Ausflug gemacht haben. Der Felsen liegt mitten im Meer und direkt dort teilen sich zwei Meeresströmungen, weshalb man da besonders viele Tiere sehen kann. Und das ist wirklich wahnsinn! Natürlich gibt es wie überall Robben und Schildkröten, die mit einem schwimmen, aber auch Rochen, Seesterne, Korallen und Fische aller Art tummeln sich dort. Das absolute Highlight waren aber ein Hammerhai und eine Gruppe Galapagoshaie!!

Wie ich schon sagte… wirklich überall! ;)

Da wir ja auch Silvester auf der Insel gefeiert haben, gibt es auch hierzu einige Bilder. Hier sieht man Puppen, die zu Silvester von jedem gebastelt werden. Diese stellen etweder Zeichentrickfiguren oder traditonell Familienmitglieder dar. Auf Plakate wir dann geschrieben, was die betreffende Person im letzten Jahr so alles angestellt hat. Um zwölf werden alle Puppen verbrannt.

Zum Dank, dass man die Puppen angeschaut habt, gibt es oftmals für jeden einen Schnaps. Natürlich auch für uns, auch wenn wir feststellen mussten, dass aus dem einzigen Schnapsglas vor uns schon geschätzte 50 Leute getrunken haben…

Ein Teil der Chaotentruppe, mit der wir Silvester gefeiert haben. War wirklich ein super Abend, auch wenn uns manchmal ein bisschen mehr Abwechslung zu Salsa und Merengue ganz recht gewesen wäre ;) Die Einheimischen tanzen übrigens durchaus bis zum nächsten Morgen um 10 durch…

…um dann direkt am Strand auszunüchtern :D

Schilliiiieees!! :)

Abschlussbild am Flughafen: Niklas, ich, Sophia und Laura

Wir haben wirklich einige wunderschöne Tage erlebt. Man kann wirklich sagen, es ist ein kleines Paradies, was es so nicht überall auf der Welt gibt. Absolut empfehlenswert! ;)          Und ein Hoch auf AeroGal! ;)

Allerliebste Grüße in die Heimat und euch allen noch ein frohes, neues Jahr 2012!

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Über die Weihnachtsnovene und was das überhaupt ist :)

So bevor ich wieder keine Zeit finde, möchte ich schnell mal ein bisschen was über die sogenannte Novene erzählen, die man hier in Kolumbien feiert.

Das Ganze zieht sich vom 16. bis 24.12. hin und bisher konnte man mir kein weiteres Land nennen, in dem das auch gemacht wird. Ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren ;)

Auch uns hat man kräftig mit eingespannt und dementsprechend vollgepackt waren die letzten Tage.

Die eigentliche Novene, die FISDECO organisiert findet nachmittags in mehreren Vierteln statt. Überall kommen mind. 100 Kinder, zum Teil bis zu 270. Viele der Mitarbeiter hier helfen wie jedes Jahr mit, denn ohne genügend Freiwillige lässt sich das Ganze natürlich nicht realisieren.

Die Novene besteht darin, sich jeden Tag bewusst mit den Kindern auf Weihnachten vorzubereiten. Dazu wird ein Bibeltext gelesen und besprochen, man singt, betet, spielt und bastelt jeden Tag etwas, was die Kinder mit nach Hause nehmen. Ist ne klasse Sache, aber manchmal auch anstrengend, da manchmal (wie bei uns in Santa Cruz) der Platz für solche großen Kinderscharen eigentlich zu klein ist ;)


Im Rahmen der Novene machen einige Mitarbeiter vormittags Hausbesuche in einigen barrios, um Werbung für die Novene zu machen, über die Angebote von Fisdeco zu informieren, aber natürlich auch um in besonders schlimmen Fällen entsprechende Hilfen in die Wege zu leiten.
Auch wir konnten dieses Jahr mit zu den Hausbesuchen. Ist sehr interessant, aber natürlich muss man nicht selten erstmal schlucken, was man da so sieht und an Schicksalen mitbekommt. Ich glaube allerdings, dass es eine sehr wichtige Erfahrung für uns ist.
Wie schon einmal erwähnt, ist die gerade Situation vieler Familien ganz oben am Berg durch den vielen Regen im Winter verheerend. Der Boden unter vielen Hütten hält dem vielen Wasser nicht stand, Hütten rutschen ab, zerstören auf ihrem Weg nach unten Weitere. Einge betroffene Familien sind in Programmen von Fisdeco und deren Lebenssituation jetzt ist unvorstellbar.
Hier sind noch einige Bilder aus den Vierteln Santa Cruz und San Joaquin. Die Häuser hier sind immerhin zum Großteil einigermaßen stabil und aus Stein, was jedoch nicht bedeutet, dass die Lebenssituation in den Häusern gut ist. Die schwarzen Pfähle auf manchen Bildern sind Abgrenzungen. Dort stand vor Kurzem noch eine Hütte, die den Regen nicht überstanden hat. Das Distrito gibt den ehemaligen Besitzern eine kleine Summe für das Grundstück, das jetzt nicht weiter bewohnbar ist und deshalb abgetrennt wird. Viele können sich von dieser Summe allerdings kein neues Grundstück leisten.

Santa Cruz

San Joaquin

Blick über Bogotá

So das war mal ein kleiner Einblick in das, was ich die letzten Tage so gemacht habe.

…Uns weil es so kurz vor Weihnachten ist, oberkitsch-Grüße aus Kolumbien ;)

Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Beschluss!

Sarah

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Besuch in der fundación “camino de la esperanza” in Villavicencio

Unser geplanter Wochenendbesuch in einem anderen Projekt in Villavicencio, wurde, als es soweit war, dann spontan auf vier Tage im heißen Land erweitert und so sind wir schon Donnerstag statt Samstag ins Tiefland aufgebrochen.

Eigentlich wollten wir mit dem Bus fahren, doch als sich die Möglichkeit ergeben hatte mit Padre Henry im Auto zu fahren, haben wir uns natürlich dafür entschieden.                          Dieser war von Villavicencio nach Bogotá gefahren, um dort Joschka vom Flughafen abzuholen. Joschka ist ein Student, der nun für einen Monat in der fundación dort arbeiten wird. Da die Stiftung „Weg der Hoffung“ in seiner eigentlichen Heimatstadt ansässig ist, hat sich das gut angeboten.

Jedenfalls wurden wir Donnerstag Abend um halb sieben, wie verabredet in Bogotá abgeholt, nichts ahnend, dass sich die eigentlich 2 Stunden Fahrt doch um einiges länger hinziehen würde. Nach zwei geflickten Reifen, einem guten Abendessen unterwegs, einem leider geschlossenen Tunnel und dem daraus resultierendem Umweg über die vía antígua (ich bin in meinem Leben auf keiner schlimmeren und kaputteren Straße gefahren!!!) sind wir schlussendlich um ein Uhr morgens angekommen ;)

Laura und mich hat man erstmal bei freundlichen Nonnen einquartiert, war an sich alles toll, bis auf mein knüppelhartes Bett (und ich bin wirklich nicht empfindlich) und die Tatsache, dass die Toilette nur durch einen Vorhang vom Zimmer getrennt war… wir haben die Flurtoilette benutzt ;)

Die nächsten zwei Tage waren vollgepackt mit Besuchen in sämtlichen Einrichtungen des Projektes: Kindergärten, Arbeit mit behinderten Jugendlichen, einer Schule, Internat,…

Joschka und Laura

Tanzaufführung

Zudem hatten wir die Möglichkeit in die wirklich armen Viertel Villavicencios zu fahren und dort auch Hütten von innen anzusehen.

Wäsche waschen im Fluss

zwei Kinder der fundación in ihrem Zuhause

Eine Woche, nachdem wir wieder in Bogotá waren, haben wir in den Nachrichten gehört, dass einige dieser Viertel durch die starken Regenfälle im Winter sehr stark betroffen sind.

Ein kleiner Einschub:                                                                                                                      Auch in Bogotá macht der viele Regen im Winter vielen Menschen sehr zu schaffen. Nicht wenige der kleinen Hütten am Berg sind durch den Regen abgerutscht oder anderweitig völlig zerstört. Selbst Stadtteile im Westen Bogotás stehen zur Zeit völlig unter Wasser. Aber gerade die Menschen, die nur kleine Hütten besitzen, können sich vor den Wassermengen kaum schützen und sind jetzt völlig ohne Dach über dem Kopf. Auch einige Familien, die von Fisdeco betreut werden, sind betroffen…

Zurück zu Villavicencio:                                                                                                                 Sonntag sind wir dann weiter nach Restrepo gefahren, einem kleinen Ort in der Nähe von Villao, wo das Projekt ein Internat hat. Dort haben wir auch geschlafen. Auf dem Weg dorthin haben wir am Straßenrand Ananas gekauft… ich glaube das war ernsthaft die beste Ananas meines Lebens! Soooo lecker, dass selbst Laura sie super fand ;)                         (Zitat: „Wenn ich meinen Eltern erzähl, dass ich hier Ananas und noch andere Früchte ess, denken die ja, ich hab sie 20 Jahre lang verarscht!“)

Teil des Grundstücks des Internats

Mandarinen - direkt vom Baum :)

Am mirador - Blick über den "Llano" mit Padre Henry, Joschka und zwei Jugendlichen aus dem Internat

…Wieso wir hier so hohl lachen??

….Weil eine der Nonnen mit uns zu einem Wassfall gegangen ist, ihren Schleier abgesetzt hat und einfach mal mit kompletter Nonnenkleidung unter den Wasserfall gehüpft ist! “Aaay, que fresco!!”

Zum Schluss bleibt zu sagen: Wir haben wirklich viel erlebt und gesehen und unheimlich nette Menschen kennen gelernt! Bilder sind besser, als jede Beschreibung meinerseits und geben wohl am besten einige unserer Eindrücke wider. Deswegen lass ichs jetzt mit dem Schreiben ;) Das Projekt ist eine klasse Sache und wirklich toll! Außerdem hat uns hat die Wärme dort auch mal gut getan. Die Moskitostiche hätten allerdings nicht sein müssen… Villavicencio ist ein toller Ort und der Weg dorthin ist auch wunderschön und nicht lange, man fährt einfach mitten durch die Anden nach unten ins Tiefland! Ich glaube, die Chancen, dass wir wiederkommen, stehen echt gut! ;)

Das wars von mir, liebe Grüße                                                                                                           Sarah

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